Methodik & Motivation

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Diese Wetterseite dient nicht nur der Darstellung einzelner Extremwerte, sondern der Analyse typischer zeitlicher Strukturen meteorologischer Größen. Im Fokus stehen Tages- und Nachtverläufe, deren Form und Streuung sich im Jahresverlauf trotz wechselnder Tageslängen vergleichen lassen.

Alle Auswertungen basieren auf den archivierten Messdaten der eigenen Wetterstation und werden skriptbasiert, reproduzierbar und ohne manuelle Nachbearbeitung erzeugt. Zur Beschreibung der Verteilungen werden Quantile (p10 / p50 / p90) verwendet, um neben typischen Verläufen auch die natürliche Streuung sichtbar zu machen.
Ziel ist es, meteorologische Zusammenhänge so darzustellen, dass sie interpretierbar, vergleichbar und methodisch transparent bleiben.

Warum Sonnenlauf-Normierung?

Viele meteorologische Prozesse folgen dem Sonnenlauf, nicht der Uhrzeit. Zeitpunkte von Minimum, Maximum und Übergängen verschieben sich im Jahresverlauf mit Tageslänge und Sonnenstand.

Eine Auswertung in lokaler Uhrzeit führt daher zu:

Durch die Normierung jedes Messpunkts auf den individuellen Sonnenlauf des jeweiligen Tages (Sonnenaufgang → Sonnenhöchststand → Sonnenuntergang) werden Tagesverläufe jahreszeitunabhängig vergleichbar.

Diese Darstellung erlaubt es,

Die Nachtphase wird getrennt betrachtet, da dort andere physikalische Mechanismen dominieren (Ausstrahlung, Durchmischung, Bewölkung, Advektion).

Technische Umsetzung

Diese Wetterseite basiert auf WeeWX (Datenerfassung und Standard-Reports). Ergänzend werden eigene Auswertungen aus der archivierten SQLite-Datenbank per Python erzeugt und als statische HTML/SVG-Seiten veröffentlicht.

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