COP-Analyse – Wärmepumpe Hohenstein-Oberstetten

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COP-Analyse

COP steht für „Coefficient of Performance“ (Leistungszahl) und gibt das Verhältnis zwischen der abgegebenen bzw. genutzten Wärmeleistung und der aufgenommenen elektrischen Leistung einer Wärmepumpe an. Je höher der COP-Wert ist, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe, da weniger elektrische Energie für die Wärmegewinnung benötigt wird. Ein hoher COP-Wert bedeutet also eine höhere Energieeinsparung und somit geringere Betriebskosten der Wärmepumpe.

Diese Diagramme werden jede Nacht automatisch aus den aufgezeichneten Daten erzeugt.

COP-Analyse – Wärmepumpe

Reale Messdaten im Praxisbetrieb (eigene automatische Messungen)
Datenbasis: 124 Tage mit Tagesmittel < 15°C (Heizbetrieb)
Durchschnittlicher COP: 3.53
COP-Bereich: 2.84 bis 4.48
Wärmepumpe: Viessmann Vitocal 250-A

COP in Abhängigkeit der Außentemperatur

Dieser Graph zeigt den täglichen COP (Coefficient of Performance) in Abhängigkeit von der Außentemperatur. Analysiert werden nur Tage mit Tagesmittel < 15°C (Heizbetrieb). Bei höheren Temperaturen läuft die Wärmepumpe primär für Warmwasser und wird hier nicht dargestellt.

2.53.03.54.04.5-8°C-6°C-4°C-2°C0°C2°C4°C6°C8°C10°CAußentemperatur (Tagesmittel) in °CCOPy = 3.40 + 0.077xR² = 0.752
95% Konfidenzintervall Regressionsgerade Messwerte (älter als 7 Tage) Messwerte (letzte 7 Tage)

Elektrischer Verbrauch (Heizen) vs. Außentemperatur

Dieser Graph zeigt den täglichen elektrischen Energieverbrauch für das Heizen in Abhängigkeit von der Außentemperatur. Analysiert werden nur Tage mit Tagesmittel < 15°C.

0.010.020.030.040.0-8°C-6°C-4°C-2°C0°C2°C4°C6°C8°C10°CAußentemperatur (Tagesmittel) in °CElektrischer Verbrauch (Heizen) in kWhy = 22.40 -1.839xR² = 0.891
95% Konfidenzintervall Regressionsgerade Messwerte (älter als 7 Tage) Messwerte (letzte 7 Tage)

COP-Verlauf über die Zeit (gleitende Mittelwerte)

Dieser Graph zeigt die Entwicklung des COP über die Zeit als gleitende Mittelwerte über 7 und 30 Tage. Dies glättet tägliche Schwankungen und zeigt den Trend.

3.43.63.84.04.209.02.16.02.23.02.02.03.09.03.16.03.23.03.30.03.DatumCOP (gleitender Mittelwert)
7-Tage Mittelwert 30-Tage Mittelwert

COP-Berechnung: Erzeugte thermische Energie (Heizen) / elektrische Energie (Gesamt × Heizanteil)
Datenquelle: Viessmann VitoCal 250-A (API) + eigene Stromverbrauchsmessung der Wärmepumpe inkl. Peripherie
Messperiode: Seit 02.12.2025
Heizgrenztemperatur: 15°C (nur Tage unter der Heizgrenztemperatur fließen in die Analyse ein)

Warum ich mich für eine Wärmepumpe entschieden habe

Die Entscheidung für die Wärmepumpe war für mich weder eine kurzfristige Kostenabwägung noch eine Reaktion auf akute Risiken. Meine Ölheizung war in die Jahre gekommen. Die Verbrauchswerte waren über 21 Jahre hinweg konstant und gut dokumentiert. Technisch war die Anlage jedoch zunehmend störungsanfällig geworden. Auch die reine Amortisationsrechnung spricht – zumindest bei moderaten fossilen Energiepreisen – nicht zwingend für einen schnellen wirtschaftlichen Vorteil.

Die Entscheidung war daher vor allem eine systemische.

Effizienz statt Verbrennung

Eine Wärmepumpe erzeugt keine Wärme durch Verbrennung, sondern verschiebt Umweltenergie ins Gebäude. Aus 1 kWh Strom entstehen im Realbetrieb 3–4 kWh nutzbare Wärme. Thermodynamisch ist das ein sehr eleganter Ansatz. Im Vergleich dazu wird bei einer Öl- oder Gasheizung ein hochwertiger, vielseitig einsetzbarer Rohstoff schlicht verbrannt. Für mich fühlte sich das zunehmend inkonsistent an.
Erdgas und Rohöl sind nicht nur Brennstoffe. Es sind wertvolle chemische Grundstoffe: unter anderem für Medikamente, Kunststoffe, Lösungsmittel und zahlreiche industrielle Anwendungen. Raumwärme daraus zu erzeugen, erschien mir langfristig nicht mehr sinnvoll.

Die PV-Anlage als logische Ergänzung

Die Photovoltaikanlage verändert die Systemperspektive entscheidend.
Strom ist nicht nur ein zugekaufter Energieträger, sondern kann teilweise selbst erzeugt werden.

In Kombination mit Wärmepumpe und Batteriespeicher entsteht:

Die Kombination aus Wärmepumpe, PV-Anlage und Batteriespeicher ermöglicht zwei unterschiedliche Mechanismen: Lastverschiebung durch die Wärmepumpe (z. B. Warmwasserbereitung oder leichtes Vorheizen in PV-Zeiten) und Lastentkopplung durch den Batteriespeicher, der PV-Strom zeitlich vom Verbrauch entkoppelt.

Die Wärmepumpe wird damit nicht nur effizient, sondern teilweise autark betrieben.

Das unterscheidet sich grundlegend von fossilen Heizsystemen, bei denen jede erzeugte Kilowattstunde Wärme unmittelbar an einen externen Brennstoff gebunden ist.

Klima und Emissionen

Ich wollte ein System, dessen Umweltwirkung nicht an einen fossilen Brennstoff gebunden ist. Bei der Wärmepumpe hängt die CO₂-Intensität am Strommix und wird mit der Energiewende tendenziell besser; durch PV/Batterie kann ein Teil der Wärme direkt aus eigener, erneuerbarer Erzeugung entstehen.

Autarkie und Resilienz

Durch die Kombination aus:

entsteht ein integriertes Energiesystem.

Es reduziert:

Netzkosten bleiben transparent und planbar, während ein Teil der Energie direkt vom eigenen Dach kommt.

Transparenz durch Messdaten

Alle hier dargestellten Werte basieren auf real gemessenen Verbräuchen. Der berechnete Heizölbedarf der Vergleichsrechnung deckt sich sehr gut mit meinen historischen Erfahrungswerten. Dadurch entsteht eine belastbare Referenzbasis.

Mir geht es nicht darum, ein System als allgemein überlegen darzustellen.
Mir geht es um Nachvollziehbarkeit.

Wer ein vergleichbares Haus besitzt, kann:

Die Zahlen sind offen zugänglich – die Bewertung überlasse ich dem Leser.

Für mich war letztlich entscheidend:

Ich wollte ein Heizsystem, das effizient arbeitet, Ressourcen schont und technisch konsistent mit meinem Verständnis von nachhaltiger Energieversorgung ist.

Nicht aus Ideologie.
Nicht aus kurzfristiger Kostenoptimierung.

Sondern aus Überzeugung, dass hochwertige Rohstoffe besser genutzt werden sollten als zur reinen Wärmeerzeugung.


Vorteile der Wärmepumpe

Herausforderungen

Eine Wärmepumpe ist kein „Plug-and-Play“-Produkt, sondern ein System, das geplant und verstanden werden muss.


Die ausführlichen Überlegungen zu meiner Entscheidung habe ich hier beschrieben: Warum ich mich für Wärmepumpe, Photovoltaik und Elektroauto entschieden habe

Fragen oder Ergänzungen?

Die gezeigten Auswertungen basieren auf realen Daten aus dem laufenden Betrieb. Wenn dir etwas unklar ist oder du eine Auswertung vermisst, schreib mir.