| Zeitraum | Gesamt | PV/Batterie | Netzbezug | Netzkosten | Autarkie |
|---|---|---|---|---|---|
| Letzte 7 Tage | 112 kWh | 51 kWh | 60 kWh | 16.73 € | 46.1% |
| Letzte 30 Tage | 420 kWh | 247 kWh | 173 kWh | 49.87 € | 58.8% |
| Jahr 2026 (YTD) | 1912 kWh | 697 kWh | 1215 kWh | 356.11 € | 36.4% |
| Letzte 12 Monate (Datenbasis: 4.1 Monate) | 2870 kWh | 931 kWh | 1938 kWh | 567.77 € | 32.5% |
Zeigt den gemessenen täglichen Stromverbrauch meiner Wärmepumpe im Realbetrieb aufgeschlüsselt nach Stromquelle.
Die schwarze Linie zeigt die mittlere Außentemperatur, das graue Band die Tagesamplitude (Min/Max).
Die negative Korrelation zwischen Temperatur und Verbrauch ist deutlich erkennbar.
Ich habe mir auch angesehen, wie gut ein Batteriespeicher den Strombedarf
über Nacht decken kann. Die Ergebnisse aus realen Messdaten findest du hier:
Batteriespeicher nachts: Reicht er bis zum Morgen?
Monatliche Übersicht des Stromverbrauchs der Wärmepumpe mit durchschnittlicher Außentemperatur.
Zeitgesteuertes Warmwasser-Fenster für die Kombination aus optimalem COP (durch höchste Außentemperatur) und maximale PV-Nutzung. Siehe auch Tagesgang Aussentemperatur
Die Autarkie-Werte zeigen, wie gut die Strategie funktioniert.
Häufigkeitsverteilung des täglichen Stromverbrauchs aus dem Netz der Wärmepumpe in 2-kWh-Klassen. Die gestrichelten Linien zeigen Durchschnitt und Median.
Wärmepumpe: Viessmann Vitocal 250-A
PV-Anlage: 10,12 kWp
Batteriespeicher: Tesla Powerwall 3 mit 13,5 kWh Kapazität
Das Haus liegt auf etwa 800 m Höhe auf der Schwäbischen Alb und damit in einer klimatisch eher kühlen Lage mit entsprechend längerer Heizperiode.
Es ist ein Schwörer-Fertighaus aus dem Jahr 2004 ohne besondere Dämmung. Einfach der damalige Standard.
Beheizt wird das Haus auf allen 3 Stockwerken mit Heizkörpern. Vor der Umstellung auf Wärmepumpe hatten wir eine Ölheizung mit einem jährlichen Heizölverbrauch von 1300-1400 Litern für die Heizung inkl. Warmwasser. Das Haus hat eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung.
Beim Umbau auf die Wärmepumpe mussten nach der Heizlastberechnung zwei Heizkörper ausgetauscht werden (von Typ 22 auf jetzt Typ 33).
Unterstützt wird das ganze durch eine 10,12 kWp-PV-Anlage mit Batteriespeicher. Der Hauptteil des erzeugten Stroms fließt in unser E-Auto.
Wenn die dargestellten Daten für dich hilfreich sind, Fragen zur Messung, Auswertung oder Darstellung bestehen oder fachlicher Austausch gewünscht ist, kannst du mich gerne kontaktieren. Hinweise, Rückmeldungen oder konstruktive Anmerkungen sind jederzeit willkommen.
Kontakt:
E-Mail: juergen@katolla.de
Die Entscheidung für die Wärmepumpe war für mich weder eine kurzfristige Kostenabwägung noch eine Reaktion auf akute Risiken. Meine Ölheizung war in die Jahre gekommen. Die Verbrauchswerte waren über 21 Jahre hinweg konstant und gut dokumentiert. Technisch war die Anlage jedoch zunehmend störungsanfällig geworden. Auch die reine Amortisationsrechnung spricht – zumindest bei moderaten fossilen Energiepreisen – nicht zwingend für einen schnellen wirtschaftlichen Vorteil.
Die Entscheidung war daher vor allem eine systemische.
Eine Wärmepumpe erzeugt keine Wärme durch Verbrennung, sondern verschiebt Umweltenergie ins Gebäude. Aus 1 kWh Strom
entstehen im Realbetrieb 3–4 kWh nutzbare Wärme. Thermodynamisch ist das ein sehr eleganter Ansatz.
Im Vergleich dazu wird bei einer Öl- oder Gasheizung ein hochwertiger, vielseitig einsetzbarer Rohstoff schlicht verbrannt.
Für mich fühlte sich das zunehmend inkonsistent an.
Erdgas und Rohöl sind nicht nur Brennstoffe. Es sind wertvolle chemische Grundstoffe: unter anderem für Medikamente,
Kunststoffe, Lösungsmittel und zahlreiche industrielle Anwendungen. Raumwärme daraus zu erzeugen, erschien mir langfristig
nicht mehr sinnvoll.
Die Photovoltaikanlage verändert die Systemperspektive entscheidend.
Strom ist nicht nur ein zugekaufter Energieträger, sondern kann teilweise selbst erzeugt werden.
Die Kombination aus Wärmepumpe, PV-Anlage und Batteriespeicher ermöglicht zwei unterschiedliche Mechanismen: Lastverschiebung durch die Wärmepumpe (z. B. Warmwasserbereitung oder leichtes Vorheizen in PV-Zeiten) und Lastentkopplung durch den Batteriespeicher, der PV-Strom zeitlich vom Verbrauch entkoppelt.
Die Wärmepumpe wird damit nicht nur effizient, sondern teilweise autark betrieben.
Das unterscheidet sich grundlegend von fossilen Heizsystemen, bei denen jede erzeugte Kilowattstunde Wärme unmittelbar an einen externen Brennstoff gebunden ist.
Ich wollte ein System, dessen Umweltwirkung nicht an einen fossilen Brennstoff gebunden ist. Bei der Wärmepumpe hängt die CO₂-Intensität am Strommix und wird mit der Energiewende tendenziell besser; durch PV/Batterie kann ein Teil der Wärme direkt aus eigener, erneuerbarer Erzeugung entstehen.
Durch die Kombination aus:
Es reduziert:
Netzkosten bleiben transparent und planbar, während ein Teil der Energie direkt vom eigenen Dach kommt.
Alle hier dargestellten Werte basieren auf real gemessenen Verbräuchen. Der berechnete Heizölbedarf der Vergleichsrechnung deckt sich sehr gut mit meinen historischen Erfahrungswerten. Dadurch entsteht eine belastbare Referenzbasis.
Mir geht es nicht darum, ein System als allgemein überlegen darzustellen.
Mir geht es um Nachvollziehbarkeit.
Wer ein vergleichbares Haus besitzt, kann:
Die Zahlen sind offen zugänglich – die Bewertung überlasse ich dem Leser.
Ich wollte ein Heizsystem, das effizient arbeitet, Ressourcen schont und technisch konsistent mit meinem Verständnis von nachhaltiger Energieversorgung ist.
Nicht aus Ideologie.
Nicht aus kurzfristiger Kostenoptimierung.
Sondern aus Überzeugung, dass hochwertige Rohstoffe besser genutzt werden sollten als zur reinen Wärmeerzeugung.
Eine Wärmepumpe ist kein „Plug-and-Play“-Produkt, sondern ein System, das geplant und verstanden werden muss.
Die ausführlichen Überlegungen zu meiner Entscheidung habe ich hier beschrieben: Warum ich mich für Wärmepumpe, Photovoltaik und Elektroauto entschieden habe
Die gezeigten Auswertungen basieren auf realen Daten aus dem laufenden Betrieb. Wenn dir etwas unklar ist oder du eine Auswertung vermisst, schreib mir.