Die grüne Linie zeigt die realen kumulierten E-Auto-Kosten aus Heimladung und externen Ladevorgängen. Die rote Linie zeigt die simulierten kumulierten Benzinkosten, die blaue Linie die simulierten kumulierten Dieselkosten bei identischer realer Fahrleistung.
Zu Beginn der Simulation starten beide Vergleichsfahrzeuge mit derselben Tankfüllung. Dadurch entstehen im ersten Monat geringere Kraftstoffkosten.
Die grüne Linie zeigt die kumulierten E-Auto-Kosten, wobei lokal genutzter PV-/Batteriestrom nicht mit 0 €, sondern mit der entgangenen Einspeisevergütung bewertet wird. Dadurch entsteht eine konservativere Kostenbetrachtung. Die rote Linie zeigt die simulierten kumulierten Benzinkosten, die blaue Linie die simulierten kumulierten Dieselkosten bei identischer realer Fahrleistung.
Zu Beginn der Simulation starten beide Vergleichsfahrzeuge mit derselben Tankfüllung. Dadurch entstehen im ersten Monat geringere Kraftstoffkosten.
Gestapelte Balken zeigen, wie sich die E-Auto-Kosten pro 100 km auf Heimladung aus dem Netz, externes Laden und bewerteten PV-/Batteriestrom verteilen. Für lokal genutzten PV-/Batteriestrom werden Opportunitätskosten in Höhe der entgangenen Einspeisevergütung angesetzt.
Die Tabelle zeigt die reale E-Auto-Kostenentwicklung pro Monat sowie die simulierten Vergleichswerte für Diesel und Benzin einschließlich Kraftstoffmenge und mittlerem Preis je Liter.
| Monat | km | E-Auto | Diesel | Benzin | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kosten | €/100 km | Kosten | Verbrauch | Ø Tankpreis | Tank- vorgänge |
€/100 km | Kosten | Verbrauch | Ø Tankpreis | Tank- vorgänge |
€/100 km | ||
| Jan 26 | 1.202 km | 70,82 € | 5,89 € | 140,25 € | 66,1 l | 1,70 €/l | 2 | 11,67 € | 143,55 € | 84,1 l | 1,74 €/l | 2 | 11,94 € |
| Feb 26 | 2.013 km | 112,68 € | 5,60 € | 210,38 € | 110,7 l | 1,70 €/l | 3 | 10,45 € | 287,10 € | 140,9 l | 1,74 €/l | 4 | 14,26 € |
Grundlage der Auswertung ist die tatsächlich gefahrene Strecke des E-Autos. Alle Vergleichswerte für Benzin und Diesel basieren exakt auf dieser realen Fahrleistung. Es werden also keine theoretischen Fahrprofile verwendet, sondern reale Nutzung.
Die gefahrenen Kilometer stammen aus einem täglichen km-Stand-Snapshot aus der Teslafi-API. Daraus wird die monatliche Fahrleistung ermittelt.
Für Benzin- und Dieselfahrzeuge wird ein konstantes Verbrauchsmodell verwendet:
Auf Basis der real gefahrenen Kilometer wird daraus der monatliche Kraftstoffbedarf berechnet.
Die Simulation verwendet eine einfache und nachvollziehbare Tankstrategie:
Dadurch entstehen realistische zeitliche Preisverteilungen statt eines Monatsdurchschnitts.
Durch die Abbildung einzelner Tankvorgänge wird die zeitliche Entwicklung der Kraftstoffpreise realistisch berücksichtigt. Monatsdurchschnittspreise würden diese Dynamik verschleiern.
Die Vergleichsfahrzeuge werden mit konstanten Verbrauchswerten simuliert. Die realen Verbrauchswerte des E-Autos basieren hingegen auf den tatsächlich gefahrenen Strecken und enthalten damit automatisch Effekte wie Winterbetrieb, Kurzstrecken, Außentemperatur und Fahrprofil. Reale Verbrennerverbräuche unterliegen denselben Einflüssen, werden in dieser vereinfachten Simulation jedoch nicht tages- oder saisonabhängig abgebildet. Dadurch werden die Verbrauchswerte des Verbrenners gegenüber den realen E-Auto-Daten geglättet dargestellt.
Für jeden simulierten Tankvorgang wird ein tagesaktueller Kraftstoffpreis verwendet. Die Daten stammen aus der Tankerkönig-Datenbank (regionale Tagesmittelwerte).
Lokal genutzter Strom aus Photovoltaik wird alternativ mit der entgangenen Einspeisevergütung bewertet. Dadurch entsteht eine konservativere Kostenbetrachtung, die unabhängig vom eigenen Energiesystem ist.
Ziel der Auswertung ist kein theoretischer Vergleich von Fahrzeugtypen, sondern eine realitätsnahe Gegenüberstellung von Mobilitätskosten im Alltag.
Alle Berechnungen sind deterministisch und lassen sich mit den zugrunde liegenden Daten vollständig reproduzieren.
Diese Auswertung vergleicht nicht Prospektwerte, sondern reale Mobilitätskosten im Alltag. Grundlage ist die tatsächlich gefahrene Strecke. Das E-Auto wird mit den real erfassten Ladeenergiemengen und Ladekosten bewertet. Benzin und Diesel werden als Vergleichssysteme mit identischer Fahrleistung simuliert.
Besonders sichtbar wird dabei der Einfluss des eigenen Energiesystems: Ein Teil der Heimladung stammt nicht aus dem Netz, sondern aus lokal verfügbarem Strom aus Photovoltaik und Batteriespeicher. Dadurch sinken die realen Mobilitätskosten des E-Autos deutlich, vor allem in Monaten mit hohem PV-Anteil.
Externe Ladevorgänge werden separat erfasst und gehen mit ihren realen kWh- und Kostenwerten in die E-Auto-Gesamtkosten ein.
Für Benzin und Diesel werden Tagespreise aus der Kraftstoffdatenbank verwendet. Wenn für einen Zeitraum noch keine Tagespreise vorliegen, wird ein definierter Fallbackpreis angesetzt.
Die Entscheidung für ein Elektroauto war für mich zunächst eine sehr pragmatische. Im Vordergrund standen vor allem die laufenden Kosten und der praktische Nutzen im Alltag.
Der wichtigste Punkt sind für mich die Betriebskosten. Elektromotoren arbeiten deutlich effizienter als Verbrennungsmotoren. Dadurch benötigt ein Elektroauto pro Kilometer wesentlich weniger Energie. Wenn ein Teil dieser Energie zusätzlich aus der eigenen Photovoltaikanlage kommt, sinken die tatsächlichen Energiekosten noch weiter.
Hinzu kommen die Wartungskosten. Ein Elektroantrieb ist konstruktiv deutlich einfacher aufgebaut als ein Verbrennungsmotor. Es gibt kein Motoröl, keine Zündkerzen, keine Abgasnachbehandlung und viele klassische Verschleißteile entfallen. In der Praxis bedeutet das: weniger Wartungsaufwand und weniger potenzielle Reparaturen.
Ein weiterer Punkt, der im Alltag schnell spürbar wird, ist der Komfort. Ein Elektroauto fährt sehr ruhig. Gerade auf längeren Strecken oder im täglichen Pendelverkehr ist diese Ruhe angenehm. Der Wegfall von Motorgeräuschen und Vibrationen verändert das Fahrerlebnis stärker, als man es vorher erwartet.
Dazu kommt eine kleine, aber überraschend relevante Veränderung im Alltag: der Umgang mit Energie. Ein Verbrenner muss regelmäßig zur Tankstelle. Dort wartet man an der Zapfsäule, später oft noch einmal an der Kasse. Beim Elektroauto mit Heimladen funktioniert das anders. Das Fahrzeug wird abends in der Garage angeschlossen – und lädt automatisch. Man muss keinen Schlauch halten, nicht daneben stehen und nicht an die Kasse.
Mit der Zeit wird daraus eine einfache Routine: ankommen, einstecken, fertig.
Bei Kraftstoffen kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu. Die Preise an Tankstellen sind oft stark schwankend und ändern sich mehrfach am Tag oder sie reagieren sensibel auf weltpolitische Ereignisse. Viele Fahrer reagieren darauf mit einer impliziten Strategie: morgens oder abends tanken, auf günstigere Zeitfenster warten oder versuchen, den „richtigen Moment“ abzupassen. Manchmal funktioniert das, manchmal nicht.
Elektromobilität mit Heimladen entkoppelt sich weitgehend von diesem täglichen Preistheater. Der Ladevorgang wird zu einem automatischen Teil des Tages – ähnlich wie das Aufladen eines Smartphones.
Ein oft unterschätzter Vorteil liegt in der Einfachheit des Systems:
Der Verbrenner verlangt nicht nur Geld, sondern auch Aufmerksamkeit.
Das Elektroauto verlangt im Alltag oft nur ein Kabel.