Wärmepumpen-Systemanalyse – Hohenstein-Oberstetten

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Wärmepumpen-Systemanalyse – Hohenstein-Oberstetten

Stündliche Auswertung aus reinen Messdaten: elektrischer WP-Verbrauch (wp_kwh) und thermische Energie (Viessmann day_kwh als Tageszähler im 10-min-Intervall → Differenz → Plausibilisierung → Stundensumme).
Stand: 2026-08-29 15:16

Datenbasis
6.722 h
≈ 280 Tage
Wärme gesamt
10557 kWh
Heizen 8971 · WW 1586
Strom gesamt
3347 kWh
WP-System (stündlich)
Ø COP
3.15
thermisch / elektrisch
Peak thermisch
8.5 kW
stündlicher Mittelwert
Peak elektrisch
3.0 kW
stündlicher Mittelwert

Zeitreihe (letzte 30 Tage, stündlich)

Schwarze Linie: thermische Leistung (Heizen+Warmwasser). Gestrichelt: elektrische Leistung (WP-System). Hinweis: kW sind stündliche Mittelwerte (kWh pro Stunde).

012345630.07.06.08.13.08.20.08.27.08.DatumkW (stündlicher Mittelwert)
Thermisch (Heizen+WW) Elektrisch (WP gesamt)

Lastdauerlinie – thermisch (Upgrade 1)

Sortiert alle Stunden absteigend nach thermischer Leistung. So sieht man sofort: Wie viele Stunden pro Jahr echte Spitzen auftreten – und wie groß die „Grundlast“ ist.

02468100 h1.000 h2.000 h3.000 h4.000 h5.000 h6.000 hStunden (sortiert nach Leistung, absteigend)Thermische Leistung (kW)Thermisch gesamtHeizenWarmwasser

Lastdauerlinie – elektrisch (Upgrade 1)

Stündliche elektrische Leistungsdauerlinie des gesamten WP-Systems.

012340 h1.000 h2.000 h3.000 h4.000 h5.000 h6.000 hStunden (sortiert nach Leistung, absteigend)Elektrische Leistung (kW)Elektrisch (WP gesamt)

Spitzenlast-Kennzahlen (Upgrade 2)

„Top-1%“ zeigt, ab welcher Leistung die höchsten 1% der Stunden beginnen – inklusive Energieanteil. Darunter: Stunden und Energieanteil oberhalb fixer Leistungsschwellen.

Peak-Verhältnis (thermisch/elektrisch): 2.85

Thermisch (Heizen+Warmwasser)

Top-1% Stunden: Schwelle ≥ 6.5 kW · 70 h · 484 kWh · Anteil 4.6% · Max: 8.5 kW
Schwelle
(kW)
Stunden
(h)
Energie
(kWh)
Anteil
(%)
2.0 2.467 9414 89.2%
4.0 986 4985 47.2%
6.0 121 799 7.6%
8.0 2 17 0.2%
10.0 0 0 0.0%

Elektrisch (WP gesamt)

Top-1% Stunden: Schwelle ≥ 2.2 kW · 69 h · 166 kWh · Anteil 5.0% · Max: 3.0 kW
Schwelle
(kW)
Stunden
(h)
Energie
(kWh)
Anteil
(%)
0.5 2.662 2974 88.9%
1.0 1.418 2044 61.1%
1.5 510 951 28.4%
2.0 149 334 10.0%
2.5 13 35 1.0%
3.0 0 0 0.0%

Strom: bucket wp_daily, measurement waermepumpe_verbrauch, field wp_kwh (kWh pro Intervall → stündlich aufsummiert).
Wärme: bucket Energy, measurements viessmann_heat_energy / viessmann_dhw_energy, field day_kwh (Tageszähler im 10-min-Intervall → difference(nonNegative:true) → Clamp auf max. 1.67 kWh/10min → stündlich Summe).
Plausibilisierung: thermische Max-Leistung 10.0 kW ⇒ max. 1.67 kWh je 10 Minuten.
Interpretation: kW sind stündliche Durchschnittswerte (kWh/h).

Warum ich mich für eine Wärmepumpe entschieden habe

Die Entscheidung für die Wärmepumpe war für mich weder eine kurzfristige Kostenabwägung noch eine Reaktion auf akute Risiken. Meine Ölheizung war in die Jahre gekommen. Die Verbrauchswerte waren über 21 Jahre hinweg konstant und gut dokumentiert. Technisch war die Anlage jedoch zunehmend störungsanfällig geworden. Auch die reine Amortisationsrechnung spricht – zumindest bei moderaten fossilen Energiepreisen – nicht zwingend für einen schnellen wirtschaftlichen Vorteil.

Die Entscheidung war daher vor allem eine systemische.

Effizienz statt Verbrennung

Eine Wärmepumpe erzeugt keine Wärme durch Verbrennung, sondern verschiebt Umweltenergie ins Gebäude. Aus 1 kWh Strom entstehen im Realbetrieb 3–4 kWh nutzbare Wärme. Thermodynamisch ist das ein sehr eleganter Ansatz. Im Vergleich dazu wird bei einer Öl- oder Gasheizung ein hochwertiger, vielseitig einsetzbarer Rohstoff schlicht verbrannt. Für mich fühlte sich das zunehmend inkonsistent an.
Erdgas und Rohöl sind nicht nur Brennstoffe. Es sind wertvolle chemische Grundstoffe: unter anderem für Medikamente, Kunststoffe, Lösungsmittel und zahlreiche industrielle Anwendungen. Raumwärme daraus zu erzeugen, erschien mir langfristig nicht mehr sinnvoll.

Die PV-Anlage als logische Ergänzung

Die Photovoltaikanlage verändert die Systemperspektive entscheidend.
Strom ist nicht nur ein zugekaufter Energieträger, sondern kann teilweise selbst erzeugt werden.

In Kombination mit Wärmepumpe und Batteriespeicher entsteht:

Die Kombination aus Wärmepumpe, PV-Anlage und Batteriespeicher ermöglicht zwei unterschiedliche Mechanismen: Lastverschiebung durch die Wärmepumpe (z. B. Warmwasserbereitung oder leichtes Vorheizen in PV-Zeiten) und Lastentkopplung durch den Batteriespeicher, der PV-Strom zeitlich vom Verbrauch entkoppelt.

Die Wärmepumpe wird damit nicht nur effizient, sondern teilweise autark betrieben.

Das unterscheidet sich grundlegend von fossilen Heizsystemen, bei denen jede erzeugte Kilowattstunde Wärme unmittelbar an einen externen Brennstoff gebunden ist.

Klima und Emissionen

Ich wollte ein System, dessen Umweltwirkung nicht an einen fossilen Brennstoff gebunden ist. Bei der Wärmepumpe hängt die CO₂-Intensität am Strommix und wird mit der Energiewende tendenziell besser; durch PV/Batterie kann ein Teil der Wärme direkt aus eigener, erneuerbarer Erzeugung entstehen.

Autarkie und Resilienz

Durch die Kombination aus:

entsteht ein integriertes Energiesystem.

Es reduziert:

Netzkosten bleiben transparent und planbar, während ein Teil der Energie direkt vom eigenen Dach kommt.

Transparenz durch Messdaten

Alle hier dargestellten Werte basieren auf real gemessenen Verbräuchen. Der berechnete Heizölbedarf der Vergleichsrechnung deckt sich sehr gut mit meinen historischen Erfahrungswerten. Dadurch entsteht eine belastbare Referenzbasis.

Mir geht es nicht darum, ein System als allgemein überlegen darzustellen.
Mir geht es um Nachvollziehbarkeit.

Wer ein vergleichbares Haus besitzt, kann:

Die Zahlen sind offen zugänglich – die Bewertung überlasse ich dem Leser.

Für mich war letztlich entscheidend:

Ich wollte ein Heizsystem, das effizient arbeitet, Ressourcen schont und technisch konsistent mit meinem Verständnis von nachhaltiger Energieversorgung ist.

Nicht aus Ideologie.
Nicht aus kurzfristiger Kostenoptimierung.

Sondern aus Überzeugung, dass hochwertige Rohstoffe besser genutzt werden sollten als zur reinen Wärmeerzeugung.


Vorteile der Wärmepumpe

Herausforderungen

Eine Wärmepumpe ist kein „Plug-and-Play“-Produkt, sondern ein System, das geplant und verstanden werden muss.


Die ausführlichen Überlegungen zu meiner Entscheidung habe ich hier beschrieben: Warum ich mich für Wärmepumpe, Photovoltaik und Elektroauto entschieden habe

Fragen oder Ergänzungen?

Die gezeigten Auswertungen basieren auf realen Daten aus dem laufenden Betrieb. Wenn dir etwas unklar ist oder du eine Auswertung vermisst, schreib mir.