Die Seite zeigt ab 10.01.2026, in welchen Nächten zwischen 00:00 und 08:00 Uhr Netzstrom
bezogen wurde. Berücksichtigt wird dabei der gesamte nächtliche Stromverbrauch des Hauses,
also nicht nur Grundlast und Batteriespeicher, sondern auch größere Verbraucher wie
Wärmepumpe oder nächtliche Fahrzeugladung. Die Auswertung beantwortet damit die praktische
Frage, ob das Gesamtsystem in der Nacht ohne Netzbezug auskam.
Letzte valide Nacht
00:01
Erster Netzbezug in der Nacht vom 29.08.2026 nach 3,54 kWh nächtlichem Netzbezug.
Valide Nächte
231
Unvollständige Nächte
2
Nächte ohne Netzbezug
30
Autarkiequote
13,0 %
mittlerer Netzbezug nachts
6,45 kWh
mittlerer erster Netzbezug
03:13
spätester erster Netzbezug
07:58 (26.06.2026)
erste autarke Nacht
12.04.2026
Autarke Nächte pro Monat
Das Diagramm zeigt, in wie vielen validen Nächten pro Monat zwischen 00:00 und 08:00 Uhr
kein Netzbezug erforderlich war. Es verdichtet die Tagesdaten zu einer saisonalen Übersicht
und macht sichtbar, in welchen Monaten der Batteriespeicher typischerweise über die Nacht trägt.
Erster Netzbezug je Nacht
Dargestellt ist der Zeitpunkt des ersten Netzbezugs in jeder Nacht.
Blaue Punkte zeigen valide Nächte mit bekanntem Zeitpunkt des ersten Netzbezugs.
Grüne Punkte bei 08:00 markieren valide Nächte ohne jeden Netzbezug.
Graue Marker bei 00:00 kennzeichnen entweder unvollständige Nächte oder Nächte
mit erkanntem Netzbezug, bei denen der genaue erste Zeitpunkt fehlt.
Nächtlicher Netzbezug
Diese Kurve zeigt die insgesamt zwischen 00:00 und 08:00 Uhr bezogene Netzenergie
pro Nacht. Nullwerte entsprechen validen Nächten ohne Netzbezug. Die Größe ist
besonders aussagekräftig, weil sie nicht nur zwischen autark und nicht autark
unterscheidet, sondern auch zeigt, wie viel Energie noch zur vollständigen nächtlichen
Eigenversorgung fehlte.
14-Tage-Autarkiequote
Die 14-Tage-Autarkiequote glättet wetterbedingte Einzelereignisse und macht den
saisonalen Trend besser sichtbar. Sie zeigt, wie hoch der Anteil valider Nächte
ohne Netzbezug in den letzten 14 validen Nächten war.
Methodik
Grundlage ist ein separates Tages-Bucket, das pro Kalendertag genau einen Datensatz
für das Nachtfenster von 00:00 bis 08:00 Uhr in lokaler Zeit speichert.
Damit bleibt die Auswertung langfristig erhalten, auch wenn die Rohdaten im
Leistungs-Bucket nur eine kürzere Retention besitzen.
Eine Nacht gilt hier als autark, wenn im betrachteten Zeitraum kein
relevanter Netzbezug auftritt. Dabei wird bewusst nicht zwischen direkter PV-Nutzung
und Batterienutzung unterschieden. Für die wirtschaftliche Praxis ist allein
entscheidend, ob Netzstrom gekauft werden musste oder nicht.
Als zusätzliche Qualitätskontrolle wird pro Nacht die Zahl der verfügbaren
Minutenwerte gespeichert. Nur Nächte mit mindestens 450 gültigen
Minutenwerten werden hier als valide ausgewertet. So lassen sich echte autarke Nächte
sauber von Datenlücken unterscheiden.
Der Kennwert erster Netzbezug gibt an, wann erstmals wieder Strom
aus dem Netz bezogen wurde. Falls Netzbezug zwar erkannt wurde, der erste Zeitpunkt
aber fehlt, wird dies im Diagramm separat als grauer Marker dargestellt.
Der Kennwert nächtlicher Netzbezug in kWh ergänzt dies um die Energiemenge,
die tatsächlich noch fehlte.
Datenquelle Netzleistung: Shelly Pro 3EM Auswerte-Bucket: autarkie_daily / night_autarky Zeitraum je Nacht: 00:00–08:00 Uhr (Europe/Berlin) Validitätsgrenze: mindestens 450 Minutenwerte Start der Zeitreihe: 10.01.2026
Warum ich mich für eine Wärmepumpe entschieden habe
Die Entscheidung für die Wärmepumpe war für mich weder eine kurzfristige Kostenabwägung noch eine Reaktion auf akute
Risiken. Meine Ölheizung war in die Jahre gekommen. Die Verbrauchswerte waren über 21 Jahre hinweg konstant und gut
dokumentiert. Technisch war die Anlage jedoch zunehmend störungsanfällig geworden.
Auch die reine Amortisationsrechnung spricht – zumindest bei moderaten fossilen Energiepreisen – nicht zwingend für einen
schnellen wirtschaftlichen Vorteil.
Die Entscheidung war daher vor allem eine systemische.
Effizienz statt Verbrennung
Eine Wärmepumpe erzeugt keine Wärme durch Verbrennung, sondern verschiebt Umweltenergie ins Gebäude. Aus 1 kWh Strom
entstehen im Realbetrieb 3–4 kWh nutzbare Wärme. Thermodynamisch ist das ein sehr eleganter Ansatz.
Im Vergleich dazu wird bei einer Öl- oder Gasheizung ein hochwertiger, vielseitig einsetzbarer Rohstoff schlicht verbrannt.
Für mich fühlte sich das zunehmend inkonsistent an.
Erdgas und Rohöl sind nicht nur Brennstoffe. Es sind wertvolle chemische Grundstoffe: unter anderem für Medikamente,
Kunststoffe, Lösungsmittel und zahlreiche industrielle Anwendungen. Raumwärme daraus zu erzeugen, erschien mir langfristig
nicht mehr sinnvoll.
Die PV-Anlage als logische Ergänzung
Die Photovoltaikanlage verändert die Systemperspektive entscheidend.
Strom ist nicht nur ein zugekaufter Energieträger, sondern kann teilweise selbst erzeugt werden.
In Kombination mit Wärmepumpe und Batteriespeicher entsteht:
Eigenversorgung eines Teils der Heizenergie
Reduktion des Netzbezugs
zeitliche Verschiebung von Lasten
höhere Planbarkeit
Die Kombination aus Wärmepumpe, PV-Anlage und Batteriespeicher ermöglicht zwei unterschiedliche Mechanismen:
Lastverschiebung durch die Wärmepumpe (z. B. Warmwasserbereitung oder leichtes Vorheizen in PV-Zeiten) und
Lastentkopplung durch den Batteriespeicher, der PV-Strom zeitlich vom Verbrauch entkoppelt.
Die Wärmepumpe wird damit nicht nur effizient, sondern teilweise autark betrieben.
Das unterscheidet sich grundlegend von fossilen Heizsystemen, bei denen jede erzeugte Kilowattstunde Wärme unmittelbar
an einen externen Brennstoff gebunden ist.
Klima und Emissionen
Ich wollte ein System, dessen Umweltwirkung nicht an einen fossilen Brennstoff gebunden ist. Bei der Wärmepumpe
hängt die CO₂-Intensität am Strommix und wird mit der Energiewende tendenziell besser; durch PV/Batterie kann ein Teil
der Wärme direkt aus eigener, erneuerbarer Erzeugung entstehen.
Autarkie und Resilienz
Durch die Kombination aus:
Wärmepumpe
PV-Anlage
Batteriespeicher
entsteht ein integriertes Energiesystem.
Es reduziert:
Marktpreisabhängigkeit
Lieferlogistik
Volatilität
strukturelle Risiken
Netzkosten bleiben transparent und planbar, während ein Teil der Energie direkt vom eigenen Dach kommt.
Transparenz durch Messdaten
Alle hier dargestellten Werte basieren auf real gemessenen Verbräuchen. Der berechnete Heizölbedarf der
Vergleichsrechnung deckt sich sehr gut mit meinen historischen Erfahrungswerten. Dadurch entsteht eine belastbare
Referenzbasis.
Mir geht es nicht darum, ein System als allgemein überlegen darzustellen.
Mir geht es um Nachvollziehbarkeit.
Wer ein vergleichbares Haus besitzt, kann:
die thermische Energiemenge vergleichen
seinen eigenen Brennstoffpreis einsetzen
seine eigene Situation bewerten
Die Zahlen sind offen zugänglich – die Bewertung überlasse ich dem Leser.
Für mich war letztlich entscheidend:
Ich wollte ein Heizsystem, das effizient arbeitet, Ressourcen schont und technisch konsistent mit meinem Verständnis
von nachhaltiger Energieversorgung ist.
Nicht aus Ideologie.
Nicht aus kurzfristiger Kostenoptimierung.
Sondern aus Überzeugung, dass hochwertige Rohstoffe besser genutzt werden sollten als zur reinen Wärmeerzeugung.
Vorteile der Wärmepumpe
Hoher Wirkungsgrad (COP 3–5 im Realbetrieb)
Kein Verbrennungsprozess im Gebäude
Keine Brennstofflagerung
Geringere Wartung
Kombination mit PV möglich
Reduktion lokaler Emissionen
Teilweise energetische Autarkie
Freigewordener Raum im Haus
Herausforderungen
Höhere Investitionskosten
Sorgfältige Planung erforderlich
Effizienz abhängig von Auslegung und Heizflächen
Vollständige Abhängigkeit vom Stromnetz
Eine Wärmepumpe ist kein „Plug-and-Play“-Produkt, sondern ein System, das geplant und verstanden werden muss.
COP Analyse – Zeigt den COP der Wärmepumpe (mit gemessenem Stromverbrauch inkl. der Peripherie)
CO₂ Bilanz – Zeigt die Auswirkungen auf CO₂-Emissionen im Vergleich mit fossilen und nachwachsenden Energieträgern
Fragen oder Ergänzungen?
Die gezeigten Auswertungen basieren auf realen Daten aus dem laufenden Betrieb.
Wenn dir etwas unklar ist oder du eine Auswertung vermisst, schreib mir.